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Mittwoch, 07. Mai 2014 13:27

Arbeitskleidung – Was muss sie leisten?

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Im Handwerksbereich ist Arbeitskleidung leicht zu erkennen. Vor allem die Zimmermänner sind in ihrer schwarzen Cord-Schlaghose und der dazu passenden, schwarzen Weste nicht zu verkennen. Unter Arbeitskleidung ist aber auch das schicke Business-Outfit der Anwälte oder Banker zu verstehen. Allerdings ist dieses nicht ganz so praktisch wie die Kluft der Handwerkszunft.


Diese müssen immerhin körperlich arbeiten und brauchen dafür oft einige Hilfsmittel, wie Hammer und Zollstock. Aus diesem Grund hat ihre Kleidung ziemlich viele Taschen, in denen diese Dinge zu verstauen sind. Heutzutage muss die Arbeitskleidung der Handwerker aber noch mehr leisten als einfach nur funktional zu sein, da immer mehr Menschen diese auch in ihrer Freizeit tragen wollen.


Abbildung 1: Schwarze Cordhose und Weste, dazu ein weisses Hemd – Die Kluft der Zimmermänner hat sich mit den Jahren kaum verändert.


Tradition der Kleidung

Die Arbeitskleidung hat in der Handwerkszunft eine lange Tradition. In früheren Zeiten reisten die Angehörigen des jeweiligen Berufs, wie Maurer und Zimmermänner, in der Welt umher und boten ihre Dienste an, wenn sie gebraucht wurden. Erkannt wurden sie immer an ihrer unverwechselbaren Kluft. Selbst heutzutage gehen vor allem Zimmermänner nach ihrer Ausbildung oft auf die sogenannte Walz: Dies ist eine Wanderschaft, in der sie zwei Jahre lang unterwegs sind und an den verschiedensten Orten arbeiten. Wichtig ist nur, dass sie innerhalb dieser Jahre ihrem Heimatort nicht näher als etwa 50 Kilometer kommen. Viele der fertig ausgebildeten Zimmermänner nehmen diese Möglichkeit wahr, da die Berufserfahrung, die sie in dieser Zeit sammeln können, zusammen mit der Reiseerfahrung recht grosse Ausmasse annehmen kann. Wenn ein Zimmermann auf Walz ist, ist dieser an der traditionellen Kluft wie auch an seinem Wanderstab zu erkennen. Viele der Handwerksbetriebe bestehen ausserdem noch auf der traditionellen Arbeitskleidung ihrer Mitarbeiter. Der typische Blaumann, also die blaue Latzhose, die viele Handwerker tragen, ist dabei jedem neben der Zimmermannskluft ein Begriff; mittlerweile gibt es aber viel mehr Variationen in der Arbeitsbekleidung.

Aufgaben der Kleidung

Funktional muss sie sein, die Kleidung. Sie ist oft detailreich ausgestattet, damit dem Handwerker seine Arbeit erleichtert werden kann; dies ist beispielsweise durch zahlreiche Taschen in unterschiedlichen Grösse gegeben. Die Taschen sind ausserdem so geschnitten, dass sie auch gefüllt nicht unangenehm drücken, beschreibt organisator.ch. Dies ist aber nicht alles. Wenn ein Handwerksbetrieb auf Arbeitskleidung setzt, auch wenn seine Zunft traditionsgemäss eine solche hat, will er meistens auch die Aussenwirkung seiner Firma damit stärken. Es ist zum Beispiel möglich, auf die Jacken das Logo aufzudrucken. Dadurch erzeugt die Berufskleidung einen hohen Wiedererkennungswert, wie hier schon beschrieben. Besonders für regionale Betriebe, die auf jede Werbung angewiesen sind, ist dies ein grosser Vorteil. Ausserdem schützt die Berufskleidung zu einem gewissen Teil vor Unfällen: Da der Stoff so fest ist, ist es beispielsweise nur schwer möglich, ihn zu entzünden. Von Jeans ist dies allgemein bekannt, aber auch Berufskleidung hat diesen Anspruch, da bei einigen Arbeiten Funken fliegen können, die ansonsten zu gefährlich sind.


Abbildung 2: Der Handwerker muss in seien Taschen viele Werkzeuge sicher verstauen können.


Freizeittauglichkeit der Kleidung

Wer nicht in einem Handwerksberuf arbeitet, weiss oft trotzdem die Vorteile dieser Kluft zu schätzen. Sie ist bequem und bietet Platz für alle möglichen Dinge. Da immer mehr Menschen deswegen Arbeitskleidung auch in ihrer Freizeit tragen, wächst der Anspruch an die Hersteller. Es gilt nicht mehr nur, die traditionsgemässe Kleidung herzustellen, sondern diese auch freizeittauglich zu designen. Ein gutes Beispiel dafür ist engelbert strauss, die Arbeitskleidung für die unterschiedlichsten Berufsgruppen anbieten. Ein Vorteil der heutigen Arbeitskleidung liegt auch in den klimaregulierenden Stoffen, damit diese auch im Sommer gut anzuziehen ist. Die Kluft ist damit nicht mehr nur auf die Handwerkszunft beschränkt; viele Heimhandwerker, die in ihrem Arbeitsleben eventuell sogar einen Anzug tragen, wissen die Vorzüge dieser Kleidung zu schätzen und tragen sie auch gern im Alltag.

Gesteigerter Anspruch an die Kleidung

Drei Aspekte muss Arbeitskleidung abdecken; dem Treubleiben der Tradition, der Funktionalität und der Freizeittauglichkeit. Diesen Spagat schaffen die meisten Hersteller recht gut. Die folgende Tabelle stellt noch einmal dar, welche Ansprüche zu den unterschiedlichen Aspekten gehören, die in der Kluft zusammenfliessen müssen.



 

Bilder: Abbildung 1: © contrastwerkstatt - Fotolia.com / Abbildung 2: pixabay.com © stephanrinke CC0 1.0

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