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Dienstag, 25. November 2014 12:20

Bio-Sonnenschutz: Wie man mineralische Filter richtig einsetzt

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Ein wirksamer Sonnenschutz ist ein Muss, um die Haut vor Verbrennung und vorzeitiger Alterung zu schützen. Sonnencreme und Vorsichtsmassnahmen sind nicht nur am Strand, sondern auch in der Stadt unabdingbar.


Alternative zu herkömmlichem Sonnenschutz: Bio-Sonnenschutz. (Bild: © Valua Vitaly - Shutterstock.com)


Herkömmliche Sonnencremes schützen durch chemische Filter. Ihre Inhaltsstoffe dringen in die obersten Schichten der Epidermis ein und fangen und dort die ankommenden UV-Strahlen gewissermassen ab, indem sie sie umwandeln in Wärmeenergie. Dieser Prozess ist allerdings unter Gesundheitsexperten und Dermatologen umstritten. Tatsächlich lösen viele chemische UV-Filter Allergien aus – und zwar häufig solche, die vorher nicht vorhanden waren.

Andere wirken wie Hormone.  Riskant kann dies naturgemäss vorrangig in der Schwangerschaft sein, beim Stillen oder während der Wechseljahre. Auch sollten Babys und Kleinkinder nicht mit derlei Stoffen in Berührung kommen. Denn sonst können ihr fragiles hormonelles Gleichgewicht und die Entwicklung des hauteigenen Säureschutzmantels dauerhaft gestört werden.

Glücklicherweise existiert aber eine Alternative. Denn Bio-Sonnencremes basieren auf einem völlig anderen, ohne jede Chemie auskommenden System, nämlich dem mineralischen, rein physikalisch wirkenden Filter. In mineralischen Sonnencremes zum Einsatz kommen UV-Filter aus Substanzen wie etwa Zinkoxid oder Titanoxid. Diese legen sich wie ein Mantel um die Haut. So reflektieren sie die gesundheitsgefährdenden UV-Strahlen wie ein Spiegel, bevor sie die Hautoberfläche erreichen können.

Doch hat ein solch haut- und körperfreundliches System auch seinen Preis. Denn der mineralische Filter ist, anders als herkömmliche Sonnencremes, auf der Haut sichtbar. Vergleichbar ist das mit dem Effekt von Sunblockern, wie sie in den Skiferien benutzt werden: Die Lippen werden kalkweiss. Kindern mag so etwas nichts ausmachen, doch  Erwachsene am Strand stört es oft umso mehr.

Zahlreiche Hersteller nehmen darauf mittlerweile Rücksicht. Um  den störenden "Weiss-Effekt" zu vermeiden, haben sie die mineralischen Partikel verkleinert. Darüber hinaus bieten sie die entsprechenden Produkte inzwischen auch in Sprühflaschen an, was den Auftrag und die Dosierung deutlich erleichtert. Doch mit dieser Anpassung an die Verbraucherwünsche bildet sich bei manchen Herstellern ein neues Risiko. Denn einige Produzenten verkleinern die Mineralpartikel bis in den Nanobereich.

Von Nanopartikeln spricht man, wenn Teilchen kleiner werden als 100 Nanometer. Und mag die Nanotechnologie in anderen Gesundheitsbereichen ein Segen sein, so könnte sie im Bereich der Kosmetik ein Fluch sein. Dabei finden sich derlei kleine Partikelgrössen nicht nur in mineralischen Sonnencremes, sondern auch in herkömmlichen Sonnenschutzmitteln. Was Nanopartikel im Körper anrichten können, weiss die Wissenschaft noch gar nicht genau. Ausser Zweifel aber steht, dass die Nanotechnologie in den zum Einsatz kommenden Mineralien chemische und physikalische Veränderungen bewirken kann. Die Befürchtung: Dank ihrer winzigen Grösse könnten die Nanopartikel möglicherweise in die Haut selbst eindringen und dort mit körpereigenen Molekülen reagieren.

Sicherheitshalber sollten Sie daher darauf achten, mineralische (und auch herkömmliche) Sonnenschutzmittel ohne Nanopartikel zu erwerben. Einen ganz leichten Weissschimmer auf der Haut sollten Sie dafür in Kauf nehmen.

 

Startlogo (oben links): © Nejron Photo - shutterstock.com

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