15.12.2018 -
Dienstag, 10. Februar 2015 14:54

Bei der Wohnungseinrichtung auf Kontraste setzen

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Der Blick in modern eingerichtete Wohnungen offenbart es genauso wie der Rundgang im Möbelhaus – Kontraste sind "in". Dabei muss es nicht immer das klassische Schwarz-Weiss sein. Auch andere betont gesetzte farbige Akzente sorgen für einen kontraststarken Wohnstil, der reizvolle Blickpunkte setzt und für ganz individuelle Wohneindrücke sorgen kann.


In der modernen Wohnungseinrichtung sind die Kontraste "in". (Bild: © Iriana Shiyan / Shutterstock.com)


Wie mit mehr oder weniger Aufwand eine kontraststarke Wohnungseinrichtung gelingen kann, umreisst dieser Beitrag. Dabei wird ein gezielt kontrastreich gestalteter Raum genauso im Mittelpunkt stehen wie die kleineren Details oder ganz bewusst herbeigeführte "Stilbrüche", die besondere Akzente setzen können. Lassen Sie sich von Ideen inspirieren, die auch Ihr Wohngefühl verändern können.

Kontraste zwischen Raum, Möblierung und Farbe

Möbel wirken besonders dann attraktiv und eigenständig, wenn sie in einem farbigen Kontrast zur Wandgestaltung stehen. Schwarze Möbel vor weissen Wänden sind hier das Musterbeispiel. In der Umkehrung wirken aber auch sehr helle Möbel vor dunklen Wänden äusserst eigenständig und betonen so ihr eigenes Spiel von Formen und gestalterischen Details.

Eine solche akzentreiche Möblierung gelingt auch dann, wenn sich klare Formen im Raum abwechseln. Kantige, würfelförmige Schrankmöbel im Zusammenspiel mit runden Tischen oder Polstermöbeln mit weichen Rundungen verleihen der Einrichtung einen modernen Stil, der immer wieder nach optischen Herausforderungen sucht. Wenn dann beispielsweise die Fronten von Schränken noch in kräftigen Farben brillieren, fällt die Wahl der Geometrie im Raum besonders ins Auge. Gerade kleinere Möbelstücke können mit solchen Akzenten an optischer Grösse und Wirksamkeit gewinnen.

Solche räumlich-geometrischen Kontraste können sogar Räume klar voneinander unterscheiden oder innerhalb eines Zimmers unterschiedliche Funktionsbereiche abgrenzen. So kann im Schlafzimmer beispielsweise die Wahl auf harmonische Rundungen gelegt werden, im Wohnzimmer dominieren dafür klare geometrische Formen mit sauber definierten Kanten und glatten Fronten. Etwas verspielter geht es vielleicht im Badezimmer zu, und die Küche überzeugt in der funktionalen Klarheit ohne Schnickschnack und überflüssige Details.

Zur Abgrenzung einzelner Bereiche in einem Raum lassen sich auch ganz betont Kontraste einsetzen. Nicht nur farblich, sondern eben auch in der Formensprache. Der Arbeitsbereich im Wohnzimmer kann sich in den geometrischen Formen vom Wohnbereich mit eher sanfteren Übergängen abheben. So gelingt mit den Mitteln einer kontrastreichen Formensprache auch eine Strukturierung im Raum.


Kontraste zwischen Raum, Möblierung und Farbe haben grossartige Wirkung. (Bild: © Valentina Photos / Shutterstock.com)


Wenn es etwas weniger sein darf

Wer sich von allzu hart gesetzten Kontrasten in der Wohnung eher erschlagen fühlt, kann auch mit einzelnen Details kontraststarke Blickpunkte setzen. Dazu eignen sich beispielsweise Bilder und Poster in grellen Farben oder Kissen und Decken in leuchtenden Gestaltungen. Diese heben sich dann bei der gezielten Platzierung gezielt von der sonstigen Einrichtung ab und schaffen die modernen auffälligen Details im Raum.

Das bedeutet, dass Sie auch ohne die teure Anschaffung neuer Möbel in die Lage kommen, kontrastreich eingerichtete Räume gestalten zu können. Manchmal reicht dafür auch ein einfacher "Tapetenwechsel", also das Ändern der Farbe an den Wänden. Selbst das Anbringen farbig kräftig gestalteter Vorhänge kann neue Kontraste im Raum schaffen.

Dazu kommen die Möglichkeiten, mit Farben zu spielen. Blau und Gelb oder Rot und Grün lassen sich mit etwas Geschick genauso wirksam kombinieren wie Schwarz und Weiss. Hier sind Ihren Vorlieben und Ideen also nicht wirklich Grenzen gesetzt. Dabei gilt es manchmal einfach auszuprobieren, was persönlich am besten gefällt.

Kontraste durch Stilbrüche

Angeblich passt ein Schreibsekretär im Biedermeier-Stil nicht in ein modern eingerichtetes Wohnzimmer mit kantigen Schrankmöbeln. Wer das sagt, bleibt unklar. Wenn Möbel aus zwei Stilepochen geschickt miteinander kombiniert werden, entstehen daraus Kontraste, die durchaus reizvoll sind. Hier spielen Formen, Materialien und Details praktisch gegeneinander, was genau zu den erwünschten Kontrasten einer modernen Wohnraumgestaltung führen kann.

Allerdings muss hier sehr gut überlegt werden, welcher Stil den Raum dominieren soll. Der jeweils andere Stil darf hier nur als Akzent auftauchen und das entsprechende Möbelstück sollte möglichst auch in Einzelaufstellung seine ganze Wirkung versprühen dürfen. Übrigens wirkt der Einsatz von Möbeln oder Accessoires aus mehr als zwei Stilen unpassend, unruhig und wenig gekonnt. Üben Sie also beim Kontrastespiel mit "Stilbrüchen" eine gezielte Zurückhaltung.



Der Weg in die Moderne

Das Einrichten der Wohnung mit klar gesetzten Kontrasten ist oftmals gar nicht so schwierig. Überprüfen Sie einfach einmal Ihren Bestand an Möbeln, schauen Sie nach, was an wirkungsvollen Accessoires vorhanden ist, und überlegen Sie, welche Farben Ihnen am besten gefallen. Mit diesen Grundvorstellungen wagen Sie einen Ausflug in die Ausstellungsräume der grossen Möbelhäuser. Hier erleben Sie, was mit unterschiedlichen Kombinationen von Farben und Formen möglich ist.

Zugleich stellen Sie oftmals auch fest, dass Sie für ein neues Wohngefühl nicht unbedingt neue Möbel brauchen. Wenn doch, dann sind Sie im Möbelhaus auch gleich an der richtigen Adresse. Und wer sich an die Umgestaltung seiner Wohnung selbst überhaupt nicht herantraut, kann auch einen erfahrenen Inneneinrichter damit beauftragen.

 

Bild oben links: © Photographee.eu – shutterstock.com

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