17.07.2019 -
Montag, 18. Januar 2016 13:09

Haarpflege – Wunsch und Wirklichkeit

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Mit kaltem Wasser spülen, regelmäßig schneiden, hundertmal bürsten: Tipps und Tricks rund um die Haarpflege gibt es wohl so viele, wie wir Haare auf dem Kopf haben.


Welche Tipps und Tricks rund um die Haarpflege helfen wirklich? (Bild: stockyimages – Shutterstock.com)


Doch was hilft tatsächlich und was taugt nicht? Was hat es mit den sogenannten Geheimtipps auf sich und wie pflegt man sein Haar optimal? Wir räumen auf mit Märchen und Mythen rund um die Haarpflege.

„Haare wachsen schneller, wenn man sie regelmässig
schneidet und besonders pflegt.“

Es wäre so einfach – doch leider hat das Schneiden keinerlei Einfluss auf das Haarwachstum. Wer sich langes Haar wünscht, muss geduldig sein: 10 bis 15 Zentimeter wächst die Mähne im Durchschnitt pro Jahr. Weder Schneiden noch eine besondere Pflege können diesen Prozess beschleunigen.

Der Eindruck, das Haar würde durch regelmäßiges Schneiden schneller wachsen, entsteht vor allem dadurch, dass es nach einem Besuch beim Friseur gepflegter aussieht – denn wenn die dünnen Spitzen abgeschnitten werden, wirkt das Haar dicker und voller.

Dennoch lohnt es sich, dem Friseur des Vertrauens alle 6 bis 8 Wochen einen Besuch abzustatten, denn auf diese Weise wird Spliss vorgebeugt und das Haar kann gesund nachwachsen.

„Tägliches Haarewaschen lässt Haar und Kopfhaut schneller
nachfetten.“

Dieser Mythos hält sich hartnäckig, da Shampoos früher tatsächlich aggressiver waren und die Kopfhaut zum schnelleren Nachfetten anregten. Dem ist heute aber nicht mehr so: Zwar müssen fettige Haare häufiger gewaschen werden, dadurch fetten sie aber nicht schneller nach.

Die Talgproduktion wird von den Talgdrüsen in der Haarwurzel reguliert – wie fettig das Haar ist, hängt also vom Haartyp ab. Grundsätzlich kann man seine Haare täglich waschen, allerdings sollte hierbei eine Pflege verwendet werden, die auf die Bedürfnisse der Haare abgestimmt ist.



„Je mehr Pflege das Haar bekommt, desto gesünder wird es.“

Besonders Frauen mit feinem bis normalem Haar haben das Gefühl, dass zu viel Pflege ihre Haare beschwert und herunterzieht. Dabei kommt es nur auf die richtigen Produkte an, denn diese sollten genau auf die Haarstruktur abgestimmt sein. Clever kombiniert, können Shampoo, Kur und Spitzenfluid nämlich z. B. trockenes Haar zwar wieder zum Strahlen bringen – bei normalem Haar aber schnell den eben genannten Eindruck erzeugen.

„Werden die Haare mit kaltem Wasser gespült, nehmen Sie
Glanz an.“

Manche mögen’s kalt: Angeblich soll durch das Spülen mit kaltem Wasser die aufgequollene Hornschicht geschlossen werden und das Haar so einen seidigen Glanz erhalten. Wissenschaftlich belegt ist dies jedoch nicht. Dennoch lohnt es sich, nach der Haarwäsche kaltes Wasser über den Kopf laufen zu lassen, da dies die Durchblutung anregt und erfrischend wirkt.

Für glänzendes Haar empfiehlt es sich, auf die richtige Pflege zu setzen und nach jeder Haarwäsche zu einer Pflegespülung zu greifen. Durch ihre feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffe glättet sie die Haaroberfläche und je glatter die Oberfläche, desto mehr glänzt das Haar.

„Mit 100 Bürstenstrichen sichert man sich glänzendes Haar.“

Zwar verteilen sich durch das Bürsten die Fettmoleküle gleichmäßig im Haar, da die Bürste überschüssigen Talg aufnimmt und ihn bis in die Spitzen verteilt; 100 Bürstenstriche sind dann aber doch übertrieben, da es zu Haarschäden führen kann. Wer sein Haar zu lange bürstet, regt außerdem die Talgproduktion an und fördert fettiges Haar.


100 Bürstenstriche für gesundes Haar – ist das wirklich wahr? (Bild: puhhha – Shutterstock.com)


„Lange Haare – im Sommer schneller als im Winter?“

Kaum zu glauben, aber ja – das Haar wächst im Sommer tatsächlich schneller als im Winter. Aufgrund der wärmeren Temperaturen sind die Zellen der Kopfhaut in den sonnenreichen Monaten aktiver. Durch die höhere Zellaktivität wachsen sie im Sommer bis zu 0,5 cm mehr pro Monat. Dasselbe gilt übrigens auch für die Nägel.

 

Artikel von: beautypress.de
Bild oben links: © Valua Vitaly – Shutterstock.com

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