22.08.2017 -
Montag, 09. Januar 2017 09:00

So ernährt sich mein Kind gesund Empfehlung

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Gesunde Ernährung ist für jeden Menschen wichtig, für Kinder aber ganz besonders. Denn: Sie stecken noch mitten im Wachstum und reagieren deshalb besonders sensibel auf Nährstoffmängel. Eltern wissen jedoch aus Erfahrung, dass die Erfordernisse gesunder Ernährung und die Wünsche der Kleinen oft im Widerspruch stehen. Hier sind klare Vorstellungen, aber auch Kreativität gefragt. Im Folgenden unsere Best Practices für gesunde UND leckere Kinderernährung!


Vitamine für die Kleinen - so bleibt Ihr Kind gesund. (Bild: volkovslava - shutterstock.com)


Diese Nährstoffe sind besonders wichtig für Kinder

Wie Erwachsene brauchen auch Kinder das volle Spektrum der Nährstoffe: Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Vitamine, Minerale und Spurenelemente sowie sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe. Bei einigen Nährstoffen machen sich Mängel jedoch schneller bemerkbar.

Proteine (Eiweissstoffe): Proteine sind mitentscheidend dafür, wie sehr ein Kind sein genetisches Wachstumspotenzial ausnutzt, da Muskeln, Haut und der elastische Teil der Knochenstruktur hauptsächlich aus Proteinen besteht. Zu wenig Proteinzufuhr kann zu Wachstumsretardation führen. Ein Extremfall davon ist Kwashiorkor, der sogenannte „Blähbauch“, den leider viele unterernährte Kinder in Afrika haben.

Von diesen Zuständen sind wir in Europa natürlich weit entfernt. Bei uns kommt es eher auf die Wahl der richtigen Proteinquellen an. Eier haben eine hohe biologische Aminosäure-Wertigkeit, sollten aber wegen ihres hohen Cholesteringehalts nicht im Übermass verzehrt werden. Sehr empfehlenswert sind auch Hülsenfrüchte, obwohl sie für Blähungen sorgen können.


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Fleisch ist ebenfalls eine gute Proteinquelle, hier kommt es stark auf die Wahl von Fleischsorte und Fleischqualität an. Empfehlenswert ist fettarmes Rind- oder Hühnerfleisch aus biologischer Landwirtschaft. Nehmen Sie besser Abstand von günstigen konventionellen Fleischerzeugnissen! Oft werden die Tiere mit Antibiotika und Wachstumshormonen vollgestopft, von denen wir mit dem Fleisch einen Teil aufnehmen. Lieber teures und hochqualitatives Fleisch und davon weniger!

Fette: Bei Fetten ist oft ein „Zuviel“ eher das Problem als ein „Zuwenig“. Man muss differenzieren: Bestimmte Fette brauchen wir unbedingt, hiervon kann man in der Tat zu wenig haben. Die Rede ist von Fetten mit ungesättigen Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Ein Mangel kann spröde Haut, Infektanfälligkeit und Wachstumsschwierigkeiten verursachen. Sehr gute Quellen für Omega-3-Fettsäuren sind Lachs und Leinöl, Omega-6-Fettsäuren finden sich z.B. im Olivenöl.

Mineralien und Spurenelemente: Besonders kritisch sind für Kinder Eisen und Calcium. Eisenmangel führt zur Eisenmangelanämie, deren Symptome Blässe und Leistungsschwäche sind. Vegetarisch ernährte Kinder sollten entweder ein Eisen-Supplement erhalten oder regelmässig Vollkornmüsli zu sich nehmen. Tipp: Zu Fleischmahlzeiten Orangensaft reichen, das Vitamin C hält das Eisen in der vom Körper resorbierbaren Oxidationsstufe II.

Calcium ist entscheidend für den Knochenbau, ein Mangel kann Knochenschwäche bewirken. Die lange Zeit als Calciumquelle angepriesene Milch ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen. Besser sind Brokkoli, Grünkohl oder Chinakohl. Ausserdem ist für einen effektiven Einbau der Calciumionen in die Knochenstruktur ausreichend Vitamin D vonnöten, welches vom Körper selbst hergestellt wird, wenn dieser genügend Sonne abbekommt.

Vitamine: Ein Vitamin C-Mangel kann bei besonders obst- und gemüsescheuen Kindern auftreten. Die Folge ist eine verstärkte Infektanfälligkeit. Eine Supplementierung von Vitamin C ist jedoch nur in der nasskalten Jahreszeit sinnvoll. Ansonsten auf ausreichenden Obstverzehr achten! Übrigens können Sie mit einer vitaminhaltigen Süssigkeit wie ViboVit Fruchtgummis AQUA zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, aber auch hier gilt natürlich: das Beste liefert immer noch die Natur.


Gesunde Nahrung sorgt dafür, dass Ihr Kind gut lernen kann. (Bild: SpeedKingz - shutterstock.com)


So können Sie gesunde Ernährung kreativ umsetzen

Hier drei praxisbewährte Tipps:

  • Obstmuffel gewinnen Sie, indem Sie liebevoll geschnittene Früchte mit (Zartbitter-) Schokoladenstreusel garnieren.
  • Gemüse wie Karotten, Gurken, Kresse oder Radieschen bringen Sie auf Butterbroten gut unter. Schneiden Sie ein Gesicht: Radieschen sind die Augen, der Mund besteht aus einer Karottenscheibe, und Kresse dient perfekt als Haar. Ein bisschen Salz dazu, dann schmeckt es auch nicht fad!
  • Eine geballte Ladung Vitamin B12 und Eisen verpassen Sie Ihrem Kind mit einem Vollkorn-Omelette. Eier mit frisch gemahlenem Vollkorngetreide (z.B. Hafer, Roggen) vermischen, in der Pfanne backen und mit schönen Formen (Herz, Stern etc.) ausstechen. Da leuchten Kinderaugen!

 

Bild oben links: Tim UR - shutterstock.com

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