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Freitag, 07. August 2015 10:00

Farne – Pflanzen, die den Schatten lieben

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Fern in Hawaii Volcanoes National ParkAn schattigen oder halbschattigen Orten gedeihen Farne am besten. Ist der Boden dazu auch immer etwas feucht, entwickeln sich die herrlichen Farnwedel besonders gut und bieten sich als Hingucker gerade in dunklen Ecken an. Wissenswertes rund um die Gewächse und welche Arten in unseren Breiten besonders gut gedeihen, haben wir für Sie zusammengestellt.


Farne gehören zu den ältesten Pflanzen der Erde und zählen zu den sogenannten Sporenpflanzen. Die Vermehrung dieser Arten erfolgt nicht durch Samen, sondern durch Sporen und den sogenannten Generationswechsel. Bereits vor 350 Millionen Jahren soll es Exemplare gegeben haben, die Wissenschaftlern zufolge bis zu 30 Meter hoch gewesen sein sollen. Damals bildeten die Pflanzen riesiger Wälder. Weltweit gibt es heute mehr als 10’000 verschiedene Farnarten. Die meisten wachsen in den Tropen. Aber auch in unseren Breiten zieren einige dekorative Wedel die Gärten.

Typisch für Mitteleuropa – der Wurmfarn

Der Wurmfarn ist ein typischer Vertreter seiner Art und kommt fast überall in Mitteleuropa vor. Er eignet sich sehr gut für den heimischen Garten. Früher verwendete man die Pflanze, um Wurmbefall zu bekämpfen. Bei der Behandlung kam es jedoch häufig zu starken Nebenwirkungen und sogar zu Todesfällen. Heute gilt der Farn daher als giftig, beim Umsetzen oder Pflanzen des Farns sollten Sie daher Gartenhandschuhe tragen.

Am besten gedeiht der Wurmfarn an einem halbschattigen Standort. Wichtig ist ein kalkfreier und sehr humusreicher Boden. Staunässe mag der Wurmfarn nicht. Die Pflanze ist winterhart, aber nur um Sommer grün. Im Winter verschwinden die Wedel vollständig und tauchen schliesslich im Frühjahr wieder auf. Seine volle Pracht entfaltet der Wurmfarn zwischen Juli und September. Der Wurmfarn ist anspruchslos und benötigt in der Regel keine weitere Pflege. Damit er nach dem Pflanzen schnell wächst, sollte er zu Anfang regelmässig gegossen werden.

Für kleinere Gärten gut geeignet – der Dornfarn

Der Dornfarn ist eng mit dem Wurmfarn verwandt und wächst nicht so sehr in die Breite, so dass er auch für kleinere Gärten eine gute Alternative ist. An kleinen Teichen dient er als Blickfang. Am besten kommt der Farn zur Geltung, wenn Sie mehrere Pflanzen nebeneinandersetzen.

Eindrucksvolle Erscheinung – der Straussenfarn

Der Straussenfarn, auch Trichterfarn genannt, ist ein sehr kräftiges Gewächs, das deutlich höher als ein Meter werden kann und mit seiner enormen Grösse beeindruckt. Die hellgrünen Wedel sehen sehr schön in einem grossen Kübel aus. Experten raten ohnehin dazu, den Straussenfarn in einen Kübel zu setzen, da er sich sehr schnell ausbreitet. Wer den Farn in den Boden setzen möchte, sollte die Kübel eingraben, um eine unkontrollierte Ausbreitung zu vermeiden.

Der Farn ist winterhart und übersteht die kalte Jahreszeit problemlos im Freien. Am Ufer eines kleinen Teichs macht er sich in Kombination mit der weiteren Bepflanzung ebenfalls sehr gut. Auch als Unterpflanzung für Bäume ist der Farn bestens geeignet, da er sich rasant ausbreitet. Der Straussenfarn liebt feuchte, aber kalkarme Böden und ist in der Pflege sehr anspruchslos. Auch hier ist ein schattiger bis halbschattiger Standort ideal.


Farne wachsen häufig nahe Seen und Flüssen

Farne wachsen häufig nahe Seen und Flüssen. (Bild: © FraserElliot – Flickr, CC)


Als Teichbepflanzung ideal – der Sumpffarn

Der Sumpffarn steht gern in Uferzonen und mag es am liebsten halbschattig, kann aber durchaus auch etwas Sonne vertragen. Der Sumpffarn bevorzugt feuchten bis sumpfigen Boden und ist daher für die Anlage eines Teichs bestens geeignet. Bis zu einer Tiefe von etwa 30 Zentimetern können Sie den Sumpffarn auch direkt ins Wasser setzen. Auch wenn der Boden zwischendurch austrocknen kann, sollten Sie darauf achten, dass die Erde rund um den Farn eher sumpfig und feucht ist. Der Farn kommt zwar jedes Jahr wieder, zeigt seine Wedel aber nur im Sommer. Im Gegensatz zu anderen Farnen bildet der Sumpffarn die Wedel nicht trichterförmig, die einzelnen Wedel stehen hier weiter auseinander.

Auch als Zimmerpflanze schön – der Rippenfarn

In subtropischen Gebieten gleicht der Rippenfarn eher einem Baum. In unseren Breiten werden die Farne rund 40 Zentimeter hoch. Auch dieser Farn wächst bevorzugt in feuchten oder sumpfigen Uferzonen. Sehr gern mag der Rippenfarn eine hohe Luftfeuchtigkeit. Er wächst recht langsam und bevorzugt Plätze unter Nadelbäumen. Früher wurden seine jungen Triebe gekocht und als Gemüse verspeist. Hat der Rippenfarn einmal seinen Platz gefunden, sollte er möglichst nicht mehr umgepflanzt werden. Einige Arten eignen sich auch als Zimmerfarne und machen sich vor allem in feuchten Badezimmern sehr gut.


Farn, eine beliebte Zierpflanze

Farn, eine beliebte Zierpflanze. (Bild: © foto G.HAAS – Flickr, CC)


Nicht so typisch – der Milzfarn

Im Gegensatz zu anderen Farnen hat der Milzfarn dickliche und dunkelgrüne Blätter. Er kommt auch mit Trockenheit gut zurecht, dann rollt er die Blätter einfach ein. Sobald die Pflanze Wasser bekommt, werden die Blätter wieder grün. Der Milzfarn ist sehr robust und wächst sowohl in schattigen als auch in sonnigen Lagen. Besonders schön sieht er in einem Steingarten aus.

Die Mauerraute wächst in Ritzen

Ähnlich wie der Milzfarn kommt auch die Mauerraute nicht im klassischen Farn-Aussehen daher. Die Wedel sind rautenförmig und werden bis zu zehn Zentimeter lang. Sehr gern wächst die Mauerraute in Felsspalten. Perfekt geeignet ist sie zum Begrünen von Orten, an denen sonst kaum etwas wächst. Zwischen den Steinen einer Mauer fühlt sich dieser Farn ganz besonders wohl.

Wie man Farne vermehren kann

Am einfachsten vermehren Sie einen Farn, indem Sie ihn teilen. Entfernen Sie dazu die Pflanze aus der Erde und teilen Sie den Wurzelstock in zwei oder mehr Teile. Achten Sie darauf, dass alle Pflanzenteile noch über einen Farnwedel verfügen. Der Farn bildet zudem Sporen, um sich auf diese Weise zu vermehren. Auf der Unterseite der Pflanze sammeln sich kleine Sporenkapseln. Normalerweise reissen diese Kapseln auf und der Farn verteilt seine Sporen, um sich selbst zu vermehren. Wenn Sie die Pflanze nicht durch Teilung vermehren willen, können Sie die Sporenkapseln entfernen und aussäen. Dieses Verfahren ist jedoch sehr aufwendig.

Farne sehen im Garten gerade an schattigen und dunklen Plätzen mit ihren Wedeln sehr dekorativ aus. Die Gewächse sind sehr anspruchslos und brauchen nach dem Einpflanzen in der Regel kaum Pflege. Besonders in Uferzonen von Teichen fühlen sich einige Arten sehr wohl.

 

Bild oben links: © Ed Suominen – Flickr - CC

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