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Montag, 06. Juli 2015 15:37

Schritt für Schritt zur Wunschfigur: Was nützt ein Schrittzähler?

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Regelmässige Bewegung ist unumstritten ein gutes Rezept, um überflüssige Pfunde zu verbrennen und sich langsam der Traumfigur anzunähern. Wer sich nur schwer mehrmals die Woche zum Gang ins Fitnessstudio motivieren kann, sollte den Alltag zum persönlichen Fitnessparcours machen.


Den Schrittzähler am Körper zu führen, führt zu einer höheren Motivation, sich zu bewegen. (Bild: Syda Productions – shutterstock.com)


Viele technische Hilfsmittel ermöglichen die Analyse des Bewegungsverhaltens. Der Schrittzähler gehört zu den bekanntesten und günstigsten Geräten dieser Art. Ob von ihnen tatsächlich eine Hilfe beim Abnehmen zu erwarten ist und welche Funktionen zeitgemässe Schrittzähler zu bieten haben, soll im Folgenden aufgezeigt werden.

Wie das Schrittezählen die Gewichtsabnahme fördern kann

Für jede Bewegung benötigt der menschliche Körper Energie, die er durch die Verbrennung der zugeführten Kalorien gewinnt. Selbst einfaches Gehen gehört hierzu und macht es ohne Jogging oder Gang ins Fitnessstudio möglich, im Alltag überflüssige Pfunde loszuwerden.

Mediziner raten zu 10'000 Schritten pro Tag, während die Schrittanzahl bei gewöhnlichen Büroangestellten hierzulande eher bei 2'000 Schritten liegt. Ein Schrittzähler erfüllt so zunächst die grundlegende Funktion, sich die gewöhnliche Anzahl an Schritten pro Tag bewusst zu machen und hierauf aufbauend grössere Distanzen zurückzulegen. Ein Smartphone mit Schrittzähler-App ist hierfür weniger geeignet, da es den ganzen Tag am Körper bleiben müsste und meist deutlich sperriger als ein kleiner Schrittzähler ist.

Orientiert an 10'000 Schritten werden täglich bis zu 500 Kilokalorien zusätzlich verbrannt, was dem Niveau einer kleinen Hauptmahlzeit entspricht. Neben einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten für ein konsequentes Abnehmen leisten ausreichende Schritte pro Tag in einem individuell abgestimmten Tempo also durchaus einen Beitrag zum Gewichtsverlust.

Für aussagekräftige Ergebnisse über den individuellen Verbrauch sollte der Schrittzähler über digitale Funktionen verfügen, die ein Einstellen vom Körpergewicht bis zur gewöhnlichen Schrittlänge ermöglichen. Manche Geräte unterstützen das Zählen bei unterschiedlichen Laufgeschwindigkeiten, so dass der Schrittzähler auch für ein gelegentliches Jogging oder Nordic Walking genutzt werden kann.


Bei vielen Schrittzähler-Modellen wird eine Auswertung aller Tagesdaten mit den üblichen Devices über ein Auslesen via USB- oder Bluetooth-Verbindung möglich. (Bild: leungchopan – shutterstock.com)


Durch den Schrittzähler neue Trainingsmotivation erhalten

Wer ohnehin regelmässig Sport treibt und auf seine Ernährung achtet, wird den Schrittzähler als zusätzliches Hilfsmittel kaum benötigen, zumal dieser Personenkreis nur selten von Übergewicht geplagt ist.

Den Schrittzähler täglich am Körper zu führen und einen klaren Überblick zu gewinnen, mit wie vielen Schritten welcher Kalorienverbrauch verbunden ist, führt vielfach zu einer höheren Motivation, sich zu bewegen und die gesetzten Ziele zu erreichen. Gerade in der ersten Phase der Nutzung eines Schrittzählers sorgt das Gerät für überraschende Einblicke, wie wenig sich viele Übergewichtige in ihrem Alltag bewegen.

Das Zählen der Schritte alleine reicht natürlich nicht aus, um die Pfunde purzeln zu lassen. Vielfach wird das Ergebnis sogar ernüchternd ausfallen, wenn deutlich wird, wie viele Schritte pro Tag zum Erreichen der oben genannten Grenze zurückzulegen sind. Wer beispielsweise seine Mittagspause im Büro für einen halbstündigen Spaziergang nutzt, legt in dieser 2'000 bis 2'500 Schritte zurück. In Bezug auf die täglich zu erreichende Schrittzahl von 10'000 ist dies wenig und wirft die Frage auf, wann und wie die verbleibenden Schritte stattfinden sollen. Ein gelegentliches Jogging bietet sich hier natürlich an, worauf der gekaufte Schrittzähler mit seinen technischen Funktionen eingestellt sein sollte.



Datensammlung der Schrittzähler – mehr als eine Spielerei?

Ob Smartphone, Smartwatch oder andere Devices – technische Geräte haben das alltägliche Leben über die letzten Jahre regelrecht überflutet und sorgen für eine Sammlung mehr oder weniger sinnvoller Daten. Ein moderner Schrittzähler stellt hierbei keine Ausnahme dar. Bei vielen Modellen wird eine Auswertung aller Tagesdaten mit dem Computer über ein Auslesen via USB- oder Bluetooth-Verbindung möglich. So verlockend ein grosses Funktionsspektrum beim Kauf auch sein mag – Modelle mit Datenerfassung ergeben nur Sinn, wenn ein begründetes Interesse an ihrer Auswertung besteht.

Um alleine die Trainingsmotivation zu steigern und alltäglich zu 10'000 Schritten oder einem anderen Schrittziel zu gelangen, reichen einfache und preiswerte Geräte völlig aus. Die Anschaffung echter High-Tech-Schrittzähler ist für das medizinische Umfeld oder bei ambitionierten Freizeitaktiven sinnvoll, die nach einem festen Plan trainieren und abnehmen möchten. Im Laufe von Wochen und Monaten sind Schwankungen in der Aktivität völlig normal und z. B. durch alltägliche Ereignisse begründet. Mit einer Auswertung der Daten des Schrittzählers entsteht ein Bewusstsein hierfür. Auch das individuell beste Trainingsmass lässt sich mit einem Blick auf die Daten einfacher erstellen. Ob dies einem Laien gelingt oder der Blick eines Arztes oder Fitnessberaters notwendig wird, hängt von der jeweiligen Person ab.

Fazit zum Einsatz von Schrittzählern für das Abnehmen

Ein moderner Schrittzähler kann zur Hilfe beim Abnehmen werden, sofern seine Funktionen eine Anpassung auf den jeweiligen Träger des Gerätes ermöglichen. Mit ihm entsteht ein Bewusstsein für Bewegungen im Alltag, so dass sich viele Menschen hierzulande mit Wunsch nach einer Gewichtsabnahme die Kosten für das Fitnessstudio sparen können.

Ein Wundermittel für einen schnellen Gewichtsverlust ist der Schrittzähler allerdings nicht, vielmehr schafft er ein Bewusstsein für elementare Aspekte des Abnehmens wie Fettverbrennung und Kalorienverbrauch. Wer nur unregelmässig mit oder ohne Schrittzähler trainiert und seine Ernährungsgewohnheiten nicht hinterfragt, wird auch mit diesem Hilfsmittel nicht schrittweise zu seinem Wunschgewicht gelangen.

 

 

Oberstes Bild: © Coprid – shutterstock.com

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